Die Hühner sind da! – Und jetzt?

Tja. Da standen wir nun mit dem Karton voller Hühner vor dem Stall. Und wie kriegen wir die jetzt in ihr Häuschen rein? Wir hatten vorher gelesen, dass man die Hühner zuerst in den Stall setzen sollte, damit sie nachher wissen, wo sie abends wieder hin müssen. Aber wie anfassen?  Von oben! Ja, tatsächlich von oben. Mit beiden Händen von oben kommen und die Flügel umschließen. Dann kann man sie wirklich gut überall hinsetzen. Wenn die Hände von oben kommen, hocken die Hühner sich in einem natürlichen Reflex hin. Sie sind also wehrlos. Gerade richtig für uns Anfänger. Nach und nach holten wir die verängstigten und noch scheuen Hühner aus dem Karton und setzten sie in den Stall. Und: es passierte nichts!

Sie saßen einfach da und schauten sich unsicher um. Die Hühnerleiter herunter in den Auslauf? Keine Chance! Sie wollten gar nichts. Nicht einmal fressen. Wir warteten und warteten…

Nach einiger Zeit steckte das neugierigste Huhn, Polly,  den Kopf aus der Luke. Wir hatten ein paar Körner auf die Leiter gestreut, um sie zu locken.

Und mehr passierte an diesem Tag nicht mehr.

Nächster Morgen: Die Luke ganz aufgezogen und gewartet. Und gewartet. Die Hühner lebten noch. Aber sie kamen nicht heraus. Wasser und Fressen gab‘s aber nur draußen. Nach einer Weile fassten wir uns dann ein Herz und nahmen Holly (die Schwarze) aus dem Stall und setzen sie in den Auslauf. Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie sie wieder (über die Hühnerleiter!) in den Stall zurücklief. Erster Versuch also fehlgeschlagen. Dann eben zweiter Versuch. Molly (die Weiße) genommen, und in den Auslauf gesetzt. Die war so beleidigt, (das sollte sie noch öfter sein) dass sie einfach dort sitzenblieb, wo ich sie hingesetzt hatte. Das wiederum war gut, denn nun war die Neugierde der anderen beiden geweckt…

Es dauerte nicht mehr lange, bis es soweit war und die beiden herauskamen. Aber dann wartete das nächste Erlebnis. Wir hatten den Auslauf mit Gräsern und Wiesenblumen bepflanzt, damit unsere Hühner direkt was zu fressen hatten. Das kannten die drei aber gar nicht. Sie stolzierten wie ein Storch durch die Wiese, ängstlich, auf die Grashalme zu treten.  Das hat allerdings nicht besonders lange angehalten. Nach 14 Tagen waren alle Pflanzen restlos abgegrast und nur noch brauner Boden und Kuhlen zu sehen. Wir haben danach keine Pflanzen mehr in den Auslauf gesetzt…

Nach ein paar Stunden fühlten sich die Hühner sichtlich wohl und wir waren erleichtert, den Transport und die Eingewöhnung überstanden zu haben. Aber der Abend sollte ja noch kommen…

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